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Auseinandersetzungen in Kairo: Zehn Tote - Muslime greifen Christen an
 

Es handelt sich - zumindest in diesem Fall - nicht um Gewalt zwischen Christen und Muslimen, wie hier missverständlich geschrieben steht: Es handelt sich hier offenbar um brutale Gewalt von Muslimen gegen Christen. Das ist ein gravierender Unterschied und muss daher auch differenziert betrachtet werden !

Die Ehefrauen zweier koptischer Priester (Christen) waren zum Islam übergetreten und wurden nun gegen ihren Willen festgehalten ?

Das halte ich für eine sehr gewagte Konstruktion zur Begründung dieser Gewaltübergriffe. Zunächst frage ich mich, was diese Frauen denn dazu bewegt haben soll, zum Islam zu konvertieren. Sind es vielleicht Drohungen der Muslime für den Fall des Festhaltens am eigenen Glauben? Haben diese Frauen den muslimischen Mob um ihre Befreiung aus christlicher Haft gebeten? Wollten diese Frauen sich scheiden lassen? Ich glaube den Angaben der Muslime in diesem Artikel nicht und vermute vielmehr, dass hier Muslime - die ihre Religion offenbar anders verstehen als der ägyptische Mufti Ali Gomaa sie zu verstehen vorgibt - ausführten, wozu sie gemäß mehrfacher Aufforderungen im Koran als gesunde Muslime verpflichtet sind.

aus: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Zehn-Tote-Muslime-greifen-Christen-an_aid_995601.html
 

Auseinandersetzungen in Kairo

Zehn Tote - Muslime greifen Christen an

zuletzt aktualisiert: 08.05.2011 - 10:26

Kairo (RPO). Bei Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems in Ägypten sind nach Medienberichten zehn Menschen getötet worden. 186 weitere seien verletzt, zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr, berichteten staatliche Medien am Sonntag. Der geschäftsführende Ministerpräsident Essam Scharaf sagte eine Reise in die Golfstaaten ab, um eine Krisensitzung der Übergangsregierung einzurufen.

Soldaten blockierten mit gepanzerten Fahrzeugen den Zugang zur Kirche und schossen in die Luft, um die beiden Parteien auseinanderzuhalten, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die beiden Gruppen warfen Steine aufeinander, indessen Muslime eine Wohnung nahe der Kirche durch einen Molotow-Cocktail in Brand setzten. "Oh Gott! Oh Jesus!", riefen die Christen. Einige warfen den Soldaten vor, sie nicht ausreichend zu beschützen. Später gingen Sondereinsatzkräfte vor der Kirche in Stellung.

In Ägypten kommt es zwischen Christen und Islamisten immer wieder zu Streit. Christen stellen etwa zehn Prozent der 80 Millionen Einwohner des Landes. Sie fühlen sich nach eigener Darstellung in dem Land ungerecht behandelt. So gebe es etwa Regeln, die den Bau einer Moschee einfacher machen würden als den Bau einer Kirche.

Ein Vertreter der Gemeinde von Sankt Mina, Pater Hermina, sagte der AFP, fünf der Toten seien Kopten, die von "Schlägern und Salafisten" erschossen worden seien. In der Kirche war eine von einem Tuch bedeckte Leiche aufgebahrt, indessen auf dem Boden Blutflecken zu sehen waren, wo die Verletzten behandelt worden waren. Die Verletzten seien mit Brüchen und Schusswunden in vier Krankenhäuser eingeliefert worden, erklärten die Rettungskräfte. Angaben zu der Konfession der Opfer machten sie nicht.

Nach Angaben der Sicherheitskräfte griffen "Schläger" am Abend auch die ebenfalls in dem Viertel gelegene Kirche der Jungfrau Maria an und setzten diese in Brand. Feuerwehrleute konnte das Feuer später löschen. An einer der Absperrungen machten Muslime die Christen für die Gewalteskalation verantwortlich. "Sie eröffneten das Feuer auf uns, wir waren friedlich", sagte Mamduh, der mit zu der Menge gehörte, die sich auf der Suche nach einer Frau, die sich ihren Angaben nach zum Islam bekehrt hatte, zur Kirche begeben hatte.

Mufti verurteilt Gewalt

Der ägyptische Mufti Ali Gomaa verurteilte die Zusammenstöße. Sie könnten nicht von "gläubigen Menschen, die ihre Religion verstehen, ob Muslimen oder Christen" verursacht worden sein, sagte der vom Staat ernannte oberste Geistliche des Landes nach Angaben der Nachrichtenagentur Mena. Ein General sagte im Fernsehsender ON-TV, die Armee werde nicht zulassen, dass eine Gruppe ihre Hegemonie in Ägypten durchsetze. Jeder am Ort der Zusammenstöße könne verhaftet werden, warnte er.

Angesichts der neuen Gewalt zwischen Christen und Muslimen hat der ägyptische Regierungschef Essam Scharaf eine Krisensitzung seines Kabinetts einberufen. Er wolle mit seinen Ministern die "bedauerlichen Ereignisse" in Kairo untersuchen, sagte Regierungssprecher Ahmed el Saman am Sonntag der Nachrichtenagentur Mena. Dem Staatsfernsehen zufolge verschob der Ministerpräsident wegen der tödlichen Zusammenstöße zwei Auslandsreisen.

Die ägyptische Armee gab am Sonntag bekannt, alle 190 am Samstag Festgenommenen vor ein Militärgericht zu stellen.

Die Kopten sind mit sechs bis zehn Prozent der 80 Millionen Ägypter die größte religiöse Minderheit in dem nordafrikanischen Land. Seit Monaten sorgen Gerüchte über Kopten, die an einer Konversion zum Islam gehindert werden, für Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften. Besonders Berichte über die Ehefrauen von zwei koptischen Priestern, die angeblich gegen ihren Willen festgehalten wurden, weil sie zum Islam übertreten wollten, sorgten für Streit.

In der Sylvesternacht waren bei einem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in der nordägyptischen Metropole Alexandria 21 Menschen getötet worden. Die Kopten, die zu einer der ältesten christlichen Gemeinden der Welt gehören, klagen seit langem über Diskriminierung durch die Muslime. Seit der verstärkten Präsenz islamistischer Gruppen infolge des Sturzes des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak am 11. Februar fühlen sie sich noch mehr bedroht.
 

 
 
 

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