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Irak: Der Alptraum der Christen nimmt kein Ende: 50 Tote, der Priester zuerst

Muslime, die die Aufforderungen, die im Koran beschrieben sind, befolgen sollen, haben unter bestimmten Voraussetzungen "alles" dafür zu tun, dass der Staat in dem sie leben, zu einem Allahstaat ( Medien nennen es Gottesstaat ) wird, der nach den Regeln Allahs geführt wird. Bei diesem schrecklichen Blutbad in der Kirche in Bagdad trugen die Geiselnehmer Sprengstoffgürtel, sie waren also von vorne herein bereit, als so genannte Martyrer zu sterben.

Leider - und es wird wohl noch lange dauern, bis dies auch von Kirchen und der gesamten nichtislamischen Welt verstanden wird - handeln diese Terroristen aus ihrer Sicht und ihrem Glauben heraus "nur" konsequent. Gemäß dem Koran sind sie daher - und als solche sehen sie sich auch - die besten unter den Muselmanen.

aus http://www.welt.de/politik/ausland/article10663360/Toedlicher-Albtraum-in-einer-christlichen-Kirche.html ,dort mit Fotos und Video
 
 

Tödlicher Albtraum in einer christlichen Kirche

Blutiges Ende einer Geiselnahme in Bagdad: Als die Polizei eingreifen will, zünden Terroristen ihre Sprengstoffgürtel.

Bei einer blutigen Geiselnahme in einer irakischen Kirche sind in der Nacht zum Montag 55 Menschen ums Leben gekommen. Die ehemalige Umweltministerin und christliche Aktivistin, Pascale Warda, sagte, 50 Christen seien in der Sajjidat-al-Nadscha-Kirche getötet worden. Mit ihnen starben fünf Geiselnehmer und mehrere Angehörige der Sicherheitskräfte.

Die Polizei hatte vergeblich versucht, die Christen, die am Sonntagabend während eines Gottesdienstes von islamistischen Terroristen überfallen worden waren, zu befreien. Doch als die Polizisten die Kirche in Bagdads Karrade-Viertel stürmten, zündeten die Terroristen ihre Sprengstoffgürtel. Die Agentur Sumeria News meldete, 70 Menschen hätten Verletzungen erlitten.

Mindestens eine Geisel starb laut einem Augenzeugen bereits vor der Erstürmung der Kirche durch die irakischen Sicherheitskräfte. Als erstes hätten die in Uniformen gekleideten Angreifer den Priester getötet, berichtete der 18-Jährige, der seinen Namen nicht nennen wollte.

Laut einem Bericht, den eine der Geiseln per Handy an die irakische Agentur durchgab, begann der Alptraum für die Besucher der Abendmesse der syrisch-katholischen Kirche, als auf der Straße vor dem Gotteshaus eine Bombe detonierte, die mit einem Magneten an einem Auto befestigt worden war.

Kurz darauf explodierte dann ganz in der Nähe eine größere Autobombe und mehrere schwer bewaffnete Geiselnehmer stürmten in die Kirche. In einigen Berichten war von fünf, in anderen von acht Geiselnehmern die Rede. Die Terroristen trieben die Gläubigen in ein kleines Zimmer, dessen Türen und Fenster sie verrammelten. Dann fiel der Strom aus. Die Christen, die in Todesangst waren, warfen sich zu Boden.

Zu den Toten zählen außer den Gottesdienstbesuchern und den Geiselnehmern nach inoffiziellen Angaben auch mehrere Angehörige der Sicherheitskräfte. Verteidigungsminister Abdel Qader al-Obeidi hatte die Befreiungsaktion am Sonntagabend als „erfolgreiche Operation“ bezeichnet. Er sprach außerdem von einer „begrenzten Anzahl von Opfern“. Der Minister betonte, es sei unbedingt notwendig gewesen, schnell zu handeln, da die Terroristen beabsichtigt hätten, möglichst viele Geiseln zu töten.

Kurz nach Beginn der Geiselnahme war auf islamistischen Websites ein Bekennerschreiben im Namen der Gruppe Islamischer Staat im Irak aufgetaucht, einem lokalen Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida. Darin wird ein Zusammenhang zwischen der Geiselnahme und dem Fall einer jungen Ägypterin hergestellt, von der Muslime behaupten, sie sei zum Islam übergetreten und werde nun von der koptischen Kirche Ägyptens festgehalten. Für die Echtheit dieses etwas merkwürdig formulierten Bekennerschreibens gab es keinen Beweis.

Im Irak lebten vor der US-Invasion vom Frühjahr 2003 rund 1,5 Millionen Christen. Mehr als die Hälfte von ihnen ging seither ins Exil, um der Verfolgung durch Terroristen zu entgehen. „Wir Christen sind im Irak zu einer leichten Beute für die bewaffneten Gruppen geworden“, klagt Samir Edward aus Bagdad. Wie der 47 Jahre alte Besitzer eines Handelsunternehmens fühlen sich viele Christen von ihrem Staat im Stich gelassen. Vor den Kirchen von Bagdad standen am Montag zahlreiche Polizisten Wache.

 
 

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