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Kopten-Demo gegen Ermordung von Christen

- Dies zu veröffentlichen ist kein Öl ins Feuer giessen, wie Leserbriefe behaupten ! Es sind Fakten, über die nicht geschwiegen werden darf, damit die Welt nicht noch einmal behaupten kann, nichts gewusst zu haben. Wohin verschweigen führt, ist bekannt !

aus: http://wien.orf.at/stories/292231

Kopten-Demo gegen Ermordung von Christen
Rund 200 österreichische Kopten haben bei einem Schweigemarsch durch Wiens Innenstadt am Freitag auf die koptischen Christen in Ägypten aufmerksam gemacht. Immer häufiger werden dort Kopten überfallen und ermordet.

Viele ahnen wenig davon, wie es um Christen in Ägypten bestellt ist.

Öffentlichkeit "aufrütteln"
"Stoppt die Ermordung der Christen in Ägypten" war etwa auf den Plakaten zu lesen. Organisiert wurde die Demonstration von der koptischen Gemeinde in Österreich.

In letzter Zeit kam es in mehreren Teilen Ägyptens vermehrt zu Morden an Kopten und Überfällen auf Klöster und Kirchen. Mit dem Schweigemarsch sollte die österreichische Öffentlichkeit aufgerüttelt werden.

Entführung, Folter, Zerstörung
Die 15 Millionen Kopten in Ägypten werden immer wieder von radikalislamischen Gruppierungen bedroht und regelrecht terrorisiert. Die Methoden der radikalen Islamisten reichen von Entführung und Folter bis hin zur Zerstörung von koptischen Kirchen und sogar Mord.

"Keine Einzelfälle"
Am Dienstag hatten Vertreter der koptischen Gemeinde, der Stiftung "Pro Oriente" und der Menschenrechtsorganisation "Christian Solidarity International" zu einer Pressekonferenz über die prekäre Situation der ägyptischen Kopten eingeladen.

Der Sprecher der österreichischen Kopten, Kamal Abd El Nour, bedauerte, dass von ägyptischer Regierungsseite immer wieder von "Einzelfällen" und den Taten von Geistesgestörten gesprochen werde. Dass hinter den Attacken eine Systematik steckt, werde geleugnet. Auch die ägyptischen Medien würden den Opfern keinen Platz einräumen.

Konversion lebensgefährlich
Zudem beklagten die Kopten zahlreiche Diskriminierungen im öffentlichen Leben Ägyptens. So muss der Bau einer jeden Kirche vom Staatspräsidenten persönlich bewilligt werden, während Moscheebauten öffentlich gefördert würden.

Konvertiten vom Islam zum Christentum müssten um ihr Leben fürchten, währen die Konversion von Christen zum Islam ohne Probleme möglich sei. Die Christen seien zudem im Parlament nicht ihrer Anzahl gemäß vertreten, da koptische Parlamentarier nicht auf Wahllisten gesetzt, sondern nur ernannt werden könnten.

Kopten haben eigenen Papst
Die koptisch-orthodoxe Kirche, der die meisten Christen Ägyptens angehören, gehört zu den altorientalischen Kirchen, die sich 451, nach dem Vierten Ökumenischen Konzil (Konzil von Chalcedon), von der Reichskirche abgespalten haben (monophysitisches Schisma). Derzeitiges Oberhaupt ist Papst (=Patriarch) Shenouda III. Daneben gibt es auch katholische (mit Rom vereinigte), melkitische (mit der orthodoxen Kirche vereinigte) und protestantische Kopten.

Zehn Prozent der Bevölkerung
Seitens der Kopten in Österreich wird zudem immer wieder daran erinnert, dass die koptischen Christen seit dem 1. Jahrhundert in Ägypten beheimatet sind - "also lange, bevor der Islam überhaupt entstanden ist". Fast 650 Jahre lang sei Ägypten "zur Gänze christlich" gewesen. Heute machen die Christen rund 10 Prozent der Bevölkerung Ägyptens aus.

 
 

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